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Illingen
 ist eine saarländische Gemeinde im Landkreis Neunkirchen, etwa 20 km nördlich von Saarbrücken gelegen und staatlich anerkannter Erholungsort.
Illingen kann auf eine über 1100jährige Geschichte zurückblicken und gilt heute als das Zentrum im Illtal. Erstmals im Jahre 893 n. Chr. urkundlich erwähnt, war Illingen über 450 Jahre Reichsherrschaft der Herren von Kerpen, die in der Wasserburg an der Ill residierten. Ihre Herrschaft endete mit dem Ausbruch der französischen Revolution und der daraus resultierenden Verfolgung von Adligen, vor der die Familie von Kerpen schließlich fliehen musste. Die Burg verfiel und wurde lange Zeit als Steinbruch genutzt. Bis Mitte des 19. Jahrhunderts war eine Kienrußbrennerei in Betrieb. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden Teile der Burg restauriert, insbesondere die Vorburg mit dem Fünfeckturm, die heute Teil eines Hotel-Restaurants ist, das 1999 erbaut wurde. Der Rundturm wurde 1951 saniert und ist eines der Wahrzeichen von Illingen.





Wappen der Gemeinde Illingen
Illingen Hüttigweiler Wustweiler Uchtelfangen Hirzweiler Welschbach

Zur Gemeinde Illingen gehören die Ortsteile Hirzweiler, Hüttigweiler, Uchtelfangen, Welschbach und Wustweiler. Sie waren bis zur Gebiets- und Verwaltungsreform 1974 selbständig.
Die Ortsteile von Illingen

Hirzweiler Uchtelfangen Hüttigweiler
Wustweiler Welschbach

Hirzweiler
Hirzweiler ist der ländlichste und kleinste Ort der Gemeinde. Rund 1370 Einwohner leben (Stand 06/2006) in dem vormals reinen Bauerndorf. Sein altes Gepräge hat sich der Ort erhalten. So werden etwa im Archehof noch alte Haustierrassen gehalten.

Inmitten der idyllischen, waldreichen Landschaft ist Hirzweiler heute ein schmuckes Wohndorf. Sprichwörtlich historische Wurzeln hat die Alt Eich am Rande des Hirzweiler Banngebiets (zu Wustweiler hin). Der Baumpatriarch ist über 200 Jahre alt, und wurde von der staatlichen Forstverwaltung als Naturdenkmal ausgewiesen.

Einen Besuch wert ist auch die Römersäule beim Schulhaus, die Pfarrkirche im ländlichen Barock und die geschichtsträchtige Dorfglocke, die heute neben der Friedhofshalle hängt.

Bis ins 17. Jahrhundert hinein hieß die Ansiedlung Hirschweiler. So zeigt auch das Ortswappen einen springenden Hirschen. Die blaue Wellenlinie versinnbildlichen die an Hirzweiler vorbei führende, alte Römerstraße und den durchfließenden Bach. Seit 1972 unterhält der Ort eine Jumelage mit Walschbronn in Lothringen.



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Hüttigweiler
Hüttigweiler, das Champagnerdorf, ist vor allem Wohngemeinde und hat sich im Sport bundesweit einen Namen gemacht. Die Athleten des ASV 08 Hüttigweiler ringen in der 2. Bundesliga, auch die Kegler haben Bundesliga- und Länderkampferfahrung.

Das ehemalige Bergmanns-Bauerndorf Hüttigweiler hat heute rund 3700 Einwohner (Stand 06/2006) und besteht aus 2 Ortsteilen: Hüttigweiler und Raßweiler. Um den Ortskern mit Pfarrkirche, Schule und der früheren Bannmühle am Rande der Ill sind in Neubaugebiete im landschaftlich schönen Umland entstanden. Sehenswert sind die Pfarrkirche St. Maria Magdalena im neuromanischen Stil und die kleine Kapelle auf dem Weg zur Ziegelhütte.

Seit Beginn des Schuljahres 2005/2006 hat Hüttigweiler die größte Grundschule in der Gemeinde. Das örtliche Leben wird durch viele Sport- und Kulturvereine geprägt. In der Illtalhalle, im Kultursaal an der Grundschule, auf dem Verzyplatz und im Alkoniastadion ist viel los, angefangen von großen Sportereignissen über Dorffeste bis zum Karneval der Eicherte. Der Eichert (= Eichhörnchen) ist nicht nur traditionelle Fastnachtsfigur, sondern auch Wappentier vieler Vereine und hat den Bewohnern von Hüttigweiler ihren Spitznamen gegeben. Das offizielle Wappen von Hüttigweiler zeigt die heraldischen Symbole der Herrn von Saarbrücken-Ettendorf und des Kurfürsten von Trier. Erstmals urkundlich erwähnt wird Hittichwilre im Jahr 1345. Die Siedlungsursprünge reichen jedoch in die Kelten- und Römerzeit zurück (Grabfunde).

Seit 1983 pflegt Hüttigweiler eine Partnerschaft mit Verzy in der Champagne, die intensiv gepflegt wird. Deshalb gelten die Eicherte als Champagner-Connaisseure.

Auf dem Verzyplatz lädt eine Halfpipe zum Skaten ein. Die ehemalige Römerstraße nach Tholey ist ein beliebter Wanderweg, und der angrenzende Hosterwald ist ideal für Spaziergänger, Jogger oder Nordic-Walker.




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Wustweiler
Wustweiler hat den bedeutendsten modernen Sakralbau des Kreises Neunkirchen zu bieten und imposante Schätze religiöser Kunst. Es ist die private Statio dominus mundi der Familie Meiser, hoch droben auf dem Berg, dem Himmel so nah, wie der Voksmund sagt. Auch die Pfarrkirche ist sehenswert. Die Reize des Ortes haben schon die Römer geschätzt. Im Waldgebiet Düsters sind noch Reste einer römischen Villa rustica zu sehen. In der Alt School ist eine Begegnungsstätte und eine Heimatstube eingerichtet, die über die Villa rustica und das moderne Gemeindeleben informiert.
Wustweiler ist das Medaillendorf der Gemeinde Illingen. Rund 2890 Einwohner leben hier (Stand 08/2005). Im Landeswettbewerb Unser Dorf soll schöner werden errang Wustweiler eine Goldmedaille und im Bundeswettbewerb 1991 Bronze. Das außergewöhnliche kulturelle Niveau des Ortes findet alle drei Jahre mit dem Dorffest seinen Höhepunkt. Zu den Highlights gehört außerdem das Open-Air-Festival Wustock, dessen Erlös für soziale Zwecke verwendet wird. Während des gesamten Jahren ist die aufwändig modernisierte Seelbachhalle der kulturelle Ortsmittelpunkt. Theater, sinfonische Blasmusik, Chorgesang und der urige Karneval der Ischele (= Igel) prägen die Szenerie. Das Naherholungsgebiet Hosterwald mit seinen ausgezeichneten Laufwegen wird von Wanderern, Joggern und Nordic-Walkern aus nah und fern genutzt. Ein Segelfluggelände und der Bitburg-Fußball-Cup mit Mannschaften aus ganz Deutschland tragen den Ruf von Wustweiler in die Weite.
Das Ortswappen zeigt drei Rauten auf grünem Schild. Die Rauten symbolisieren die historischen Ortskerne Hosterhof, Wustweilerhof und Wustweiler. Erstmals urkundlich erwähnt wurde Vilre-Weiler im Jahr 1182.




Wustweiler hat eine eigene Homepage: www.wustweiler.illingen.de
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Welschbach
Welschbach, das Rosendorf, war früher ein reines Bauern- und Bergmannsdorf. Heute leben rund 1330 Einwohner (Stand 06/2006) in dem Ort, der für ruhiges Wohnen am Rande des Verdichtungsraumes steht. Das kulturelle Leben findet in und um die Welschbachhalle statt, wo man sich auf einem schönen Kommunikationsplatz mit Brunnen und Teich trifft. Das Naherholungsgebiet Im Roth lockt Spaziergänger mit Wander- und Grillhütten.

Einen Besuch wert ist auch die neu errichtete Kapelle auf dem Berg zwischen Welschbach und Hüttigweiler. Der Rosengarten ist für viele Wanderer und Erholungssuchende ein wunderschönes Fleckchen mit toller Aussicht über das Dorf. Er wird von den Garten- und Rosenfreunden in ehrenamtlicher Arbeit liebevoll gehegt und gepflegt.

Auch die bundesweit größte Herde Thüringer Waldziegen, die im Rahmen eines Naturschutzprojekts von der Naturlandstiftung Saar in der wild romantischen Kiesgrube angesiedelt wurde, ist eine Attraktion für Einheimische und Gäste.

Das Wappen von Welschbach spiegelt die Bauern- und Bergmannsvergangenheit in Form einer Ähre mit gekreuzten Bergmannspickeln wieder. Erstmals urkundlich erwähnt wurde Walspach im Jahr 1542.


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Uchtelfangen
Uchtelfangen ist ein Ort der Kontraste. Rund 4200 Einwohner (Stand 05/2011) wohnen hier. Der flächenmäßig größte Ortsteil der Gemeinde (966 ha) bietet Wohnqualität, Naherholung, Kulturschätze - und über 1000 Arbeitsplätze. Die zentrale Lage am Autobahnkreuz (A1/A8) hat Uchtelfangen zu einem wirtschaftlich wichtigen Standort gemacht. Die Industrie- und Gewerbegebiete A1-interkommunal und Am Saarbrücker Kreuz sind wirtschaftliches Fundament der Gemeinde Illingen.

Uchtelfangen ist aber auch ein attraktiver Wohnort. Das liegt nicht zuletzt am großen Freizeitangebot. Das Freibad Sonnenborn am Waldrand gehört zu den schönsten im Land und ist ein erfrischender Spaß- und Erholungsort für Einheimische und Besucher aus vielen umliegenden Gemeinden. Neben Sport- und Tennisplätzen, der Sport- und Kulturhalle, einer Bolz- und Skateanlage hat Uchtelfangen auch hervorragende Jogging- und Wandermöglichkeiten im Bamsterwald zu bieten.

Sehenswert ist die evangelische Kirche im Barockstil und die imposante, neugotische katholische Kirche, die als Dom des Illtals gilt.

Das Wappen von Uchtelfangen vereinigt den Löwen von Nassau-Saarbrücken und den gestümmelten lothringischen Adler als Zeichen früherer Herrschaftsverhältnisse. Im Jahr 1200 wird Uttewingen erstmals urkundlich erwähnt. Funde weisen jedoch auf eine Besiedlung seit dem ersten Jahrtausend vor Christus hin.



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Ortsteilbeschreibungen:  Illingen.de
 







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