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Neunkirchen
ist eine saarländische Kreisstadt an der Blies, etwa 20 km nordöstlich der Landeshauptstadt Saarbrücken gelegen. Mit knapp 48.000 Einwohnern ist Neunkirchen die zweitgrößte Stadt des Saarlandes.


Die Innenstadt - von der „Ober-“ und „Unterstadt“

Die Neunkircher Innenstadt wird im Sprachgebrauch der Einheimischen gerne in „Ober-“ und „Unterstadt“ eingeteilt. Diese Einteilung findet sich sogar auf der Autobahnbeschilderung wieder, wo es die Ausfahrt „Oberstadt“ und „City“ gibt.

Mit Unterstadt ist im Wesentlichen das Stadtzentrum um den Stummplatz gemeint, das ehemalige Eisenwerksgelände und der Bereich an der Blies, also das, was in der städtischen Darstellung ohnehin immer im Mittelpunkt steht.

Ergänzend hierzu wollen wir hier zwei historisch gewachsene Innenstadtbezirke darstellen, die ein gewisses Zusammengehörigkeit aufweisen, und zwar „Die Scheib“ und „De Schwebel


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Neunkirchen Wiebelskirchen Münchwies Hangard Kohlhof
Münchwies Furpach Wellesweiler Sinnerthal Heinitz

Ludwigsthal



"stumme Karl"

Hüttenbergstrasse

Bahnhof

Das eigentliche Neunkirchen erstreckt sich von der Blies, wo ein modernes Einkaufszentrum errichtet wurde, auf die Hügel vor allem südlich des Flusses. Das alte Stadtzentrum (Oberstadt) gruppiert sich um den Obermarkt. Westlich der Oberstadt gibt es ausgedehnte Industriebrachen, von denen erst ein Teil neuen Funktionen zugeführt wurde.


Lutherschule
(Rückansicht)
Scheiber Friedhof

Vogelstrasse
(mein Wohnhaus)


Die Stadtteile von Neunkrchen:
Kohlhof Furpach Hangard Eschweilerh. Münschwies
Wellesweiler Sinnerthal Wiebelskirchen Ludwigsthal Heinitz


Eschweiler Hof
Als Ansiedlung und Wohnplatz gehört der Eschweilerhof zum Verwaltungsbereich der Neunkircher Innenstadt. Aus Richtung Neunkirchen ist die malerisch gelegene Siedlung zwischen Neunkirchen und Kirkel über die Kirkeler Straße erreichbar. An dieser passiert man auch das frühere Hofgut und heutige Ausflugslokal Menschenhaus.


Der Ortsteil umfasst den landwirtschaftlichen Betrieb „Eschweiler Hof“, einige Wohnhäuser, eine Ausflugsgaststätte, eine Kläranlage und ein Wasserwerk.

Zur Geschichte
Genannt wurde die Siedlung „Eschweilerhof“ erstmals 1212 als zum Kloster Wörschweiler gehöriger Ort „Eischweiler“. Laut Tilemann Stella bildete sich der  gleichnamige Ort zur Einzelsiedlung zurück.

Um 1564 wurde „Eischweiler“ Wüstung.
Ab 1696 wurden Schweizer aus dem Kanton Bern als sogenannte „Erbbeständer“ durch die Zweibrücker Rentkammer angesiedelt. Im 18. Jahrhundert existierte sogar ein „unterer“ und ein „oberer“ Eschweiler Hof. 1846 umfasste die Siedlung ca. 6 Gebäude.
Erst mit der Gebiets- und Verwaltungsreform 1974 gehörte der Eschweilerhof verwaltungsmässig zur Kreisstadt Neunkirchen. Vorher war es der Gemeinde Kirkel-Neuhäusel angeschlossen.



Furpach
Furpach liegt süd-östlich der Neunkircher Innenstadt und ist als Naherholungsgebiet bekannt. Der Stadtteil ist aber auch ein gut an die Kernstadt angebundener Wohnort.
Die Nähe zum nur 10 Autominuten entfernten Zentrum, sowie die Autobahnanbindung an die A 8 am Ortsein- und -ausgang, machen diesen Stadtteil für Berufspendler besonders attraktiv.

Der Ortsname geht zurück auf eine "Furt über einen Bach", der im nahen Wald am "Erlenbrunnen" entspringt. In den umliegenden Waldgebieten lassen sich zahlreiche bedeutende keltische und römische Siedlungsspuren nachweisen.
Das im Mittelalter entstandene gleichnamige Dorf erfuhr bereits vor dem Dreißigjährigen Krieg durch Wüstung eine Rückentwicklung zum "Forbacher Hof". An Landwirte verpachtet lieferte der herrschaftliche Besitz "Haus Furpach" den Namen für die 1936/37 entstandene Wohnsiedlung.
Inzwischen wurde der Stadtteil in "Furpach" umbenannt.

Heute empfiehlt sich ein Spaziergang am Furpacher Weiher entlang der Reitanlagen und ein Besuch des ehemaligen Gutshofes, wo das Hotel Restaurant und Café "Gutshof" zur Rast einlädt, oder eine Erfrischung in den ehemaligen Räumen der Gutsschänke, wo nun das Restaurant/Bistro "Café Kanne" residiert. Auch zum Hotel Restaurant "Hör" und zum „Grünen Baum“ ist es von dort aus nicht weit.


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Hangard
Hangard liegt nord-östlich der Neunkircher City und - glaubt man dem Wahrheitsgehalt lokaler Sprichwörter* - haust hier ein musikalisches Völkchen. Der Beiname "Perle des Ostertales" kommt nicht von ungefähr: Hier im Oster- und Schönbachtal fühlt man sich wie im Urlaub.

Schon 1692 hat sich der erste Siedler, ein gewisser Jean Mathieu aus Velone, in den "Hangarden uf der Oster" niedergelassen.
Auf vormals Wiebelskircher Bann entwicklete sich bald ein neues Dorf.
Um 1867 bauten die Hangarder die erste Brücke über die Oster im idylischen Talgrund. Die Naturlandschaft lädt hier zu ausgedehnten Spaziergängen oder Wanderungen ein.
Außerdem pflegt der Ort ein besonders reges sportliches und kulturelles Vereinsleben.



Münchwies
Münchwies liegt nördlich von Hangard. Die dort angesiedelte Psychosomatische Fachklinik ist überregional bekannt. Weit abgelegen von jedem städtischen Betrieb, eingebettet in Wälder am Westhang des Höcherberges bietet sie die nötige Ruhe und Erholung.

Auch in Münchwies wird eine frühe Besiedlung durch Römer vermutet. Ziegelinschriften gaben den Hinweis, handfeste Beweise allerdings konnten noch nicht erbracht werden.
Gegen Ende des 17. Jahrhunderts führte der Zuzug wallonischer Köhler, Pottaschbrenner und Waldarbeiter mit ihren Familien - durch die Arbeitsplätze in den nahen Eisenhütten angelockt - zur Gründung des heutigen Ortes.
Die hügelige Berglandschaft ist ein Naturerlebnis, das man sich auf dem Höcherbergweg erwandern kann.



Wellesweiler
Wellesweiler liegt östlich des Neunkircher Stadtzentrums zwischen Bexbach und Neunkirchen. Dieser Stadtteil hat den wohl stärksten Wandel erlebt: Wo sich früher alte Römerstraßen trafen, befinden sich heute die größten Industrieansiedlungen des Stadtgebietes.
In der Zwischenzeit ernährten sich die Bewohner von Landwirtschaft und Bergbau. 1850 führte die Inbetriebnahme der Eisenbahn zum Zuzug zahlreicher Berg- und Hüttenleute.

Auch heute ist Wellesweiler ist ein betriebsamer Ort. Die Anbindung an die A 8 und der ständig rollende Verkehr über die Industriestraßen sorgen für ständige Bewegung.
Hier haben sich einige national und international bedeutende Unternehmen angesiedelt.



Wiebelskirchen
Wiebelskirchen als größter Stadtteil liegt nördlich der Neunkircher Innenstadt. Mit einer ausgeprägten eigenen Infrastruktur ist dieser Stadtteil ein Städtchen für sich geblieben.

Der Ortsname Wiebelskirchen, der 765 zum erstenmal urkundlich erwähnt wird, ist im Saarland die älteste nachgewiesene christliche Ortsbezeichnung. Ein Franke namens Wibilo soll auf seinem Grundbesitz eine sogenannte Eigenkirche errichtet haben. Von hier zogen junge Bauern auf das gegenüberliegende Plateau jenseits der Blies und schufen den Ort mit der neuen Kirche, später Neunkirchen.
Nachdem die Siedlungsgebiete beider Gemeinden aufeinander zugewachsen waren, wurden sie 1974 durch die Eingemeindung auch verwaltungsmäßig vereint. Die Banngrenze am Kuchenberg ist heute nicht mehr erkennbar. Wiebelskirchen hat heute einen sanierten Ortskern mit zahlreichen Fachgeschäften und Einkaufsmärkten zu bieten.
Darüber hinaus verfügt es über ein eigenes, solarbeheiztes Freibad, schön gelegene Neubaugebiete und eine Naturlandschaft zum Erholen.

Heinitz
Heinitz liegt süd-westlich der Neunkircher City und steht mit seinen ehemaligen Gruben Heinitz (ab 1847) und Dechen (ab 1855) für die bedeutende Bergwerksvergangenheit der Hüttenstadt Neunkirchen.

Namensgeber waren verdienstvolle Grubenfachleute wie: Freiherr Friedrich Anton von Heinitz, (1725 - 1802) und Heinrich von Dechen (1800-1889). Beide waren Persönlichkeiten in preußischen Diensten, die sich um den Bergbau verdient gemacht haben. Hier hat sich inzwischen die Natur ihren Teil zurückgeholt, denn die Bergbauanlagen sind inzwischen zu Denkmälern geworden. Wo der Bergbau vermutlich schon zur Römerzeit begann - dafür sprechen jedenfalls Funde - ist mittlerweile ein eher idyllisches, dörfliches Flair geblieben. Als eines der kleinsten Stadtteile besitzt es dennoch ein kleines Freibad, das im Sommer gerne besucht wird.
Ansonsten kann man sich Historisches anschauen, wie z.B. die im Jugendstil entstandene Kokereigasmaschinenzentrale, deren Stahlskelettbauweise mit den korbbogigen Fenstern sehenswert ist, oder einige gut erhaltene ehemalige Betriebsgebäude der Grube.


Sinnerthal
Sinnerthal liegt westlich des Neunkircher Zentrums, jenseits der Bahnlinie.

Als es noch Synderthale oder Synde genannt wurde, fand man hier erstmals Eisenerz. Schon um 1200 ist eine Ansiedlung nachweisbar. Das heutige Sinnerthal geht aber auf eine Sägemühle zurück. Die sogenannte "Schlawerie" taucht als Schlabery Mitte des 18. Jhds. auf. Für diese Bezeichnung gibt es keinerlei Erklärung. Die Anwohner dieses Gebietes nahe des Rangierbahnhofes wurden am 10. Februar 1933 hautnah Zeuge der größten Katastrophe Neunkirchens, nämlich der Gasometer-Explosion. Nahe der Kleingartenanlage kann man heute entlang dem "Saukaulenweg" wandern, und dabei vom Aussichtspunkt der Bergehalde Reden einen ausgezeichneten Blick auf die alte Industrielandschaft genießen.


Ludwigsthal
Ludwigsthal liegt süd-östlich der Neunkircher Innenstadt zwischen Wellesweiler im Norden und Furpach im Südwesten.

Gegründet wurde der Ort, der im Volksmund "Blandaasch" heißt, von Jakob Neu aus Steinbach bei Ottweiler. Das Gebiet war zu dieser Zeit gerade bayerisch geworden. 1817 erbaute Neu hier ein Steinhaus und 1819 erhielt die Ansiedlung den aus dem Französischen entnommenen Namen "Plantage". Dieser wurde aber von den späteren Bewohnern nie so recht akzeptiert. So erhielt sie 1884 als Ausdruck der loyalen Gesinnung der Bewohner auf deren Antrag den Namen Ludwigsthal: Otto Friedrich Wilhelm Ludwig, der Märchenprinz der Bayern, sollte Pate dieses bayerischen Ortes nahe der preußischen Grenze werden. Bis heute hat er nun dies beide Namen, Ludwigsthal in der Amtssprache und "Blandaasch" im Volksmund.
Hier kann man in ruhiger Umgebung und überschaubarer dörflicher Struktur in Stadtnähe angenehm wohnen.
                                               

Kohlhof
Kohlhof liegt etwas weiter süd-östlich des Stadtteils Furpach. Die dort am Ortsrand gelegene Kinderklinik Kohlhof sowie auch - wichtig für Gourmets! - die in unmittelbarer Nähe gelegene "Hostellerie Bacher" sind überregional bekannt. Kohlhof ist ein Stadtteil zum Wohnen mit viel Freizeitcharakter.

Durch Kohlhof verlief ehedem die Grenze zwischen Bayern und Preußen, und so ist auch trotz der Gebietsreform 1974 ein Rest diese Trennung geblieben: Bayerisch-Kohlhof gehört weiterhin zu Kirkel, während der preußische Kohlhof ein Neunkircher Stadtteil geworden ist. Der Name Kohlhof ist zurückzuführen auf die Köhler, die einst hier siedelten.


Quelle der Stadtteilbeschreibungen  http://www.neunkirchen.de
www.ihre-webseiten-url.de