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Lebach
 ist eine Stadt im Landkreis Saarlouis, Bundesland Saarland.
Lebach liegt mitten im Saarland im flachwelligen Saar-Nahe-Bergland, auf 6° 55′ 0″ Länge und 49° 23′ 60″ Breite. Der geografische Mittelpunkt des Saarlandes wurde im Ortsteil Falscheid festgestellt.


Lebach Aschbach Dörsdorf Eidenborn Falscheid Gresaubach
Knorscheid Landsweiler Niedersaubach Steinbach Thalexweiler

Siedlungsspuren sind erst aus dem 3. Jahrhundert v. Chr. bekannt. Zwei römische Villen mit Friedhöfen sowie ein sog. Opferteich, zeugen von römischer Besiedlung. Ab dem 4. Jahrhundert siedelten sich in Lebach Germanen an.

Die erste urkundliche Erwähnung Lebachs (als Leibach) stammt aus einer Aufzählung von Pfarreien im Wallfahrtsregister des Klosters Mettlach aus dem Jahre 950.

Im Laufe des Mittelalters gelangte Lebach unter die Herrschaft der Trierer Erzbischöfe, die im Spätmittelalter die Herren von Hagen mit dem Ort belehnten. Nach einer Urkunde vom 8. September 1614 bildete Lebach zusammen mit Landsweiler und Niedersaubach eine sogenannte Vierherrschaft: Je zwei Siebtel der Anteile an Marktrecht und Gerichtsbarkeit hielten Kurtrier, die Herren von Hagen zu Motten und das Herzogtum Lothringen; ein Siebtel gehörte der Äbtissin von Fraulautern. 1787 übernahm das Herzogtum Pfalz-Zweibrücken die lothringischen Anteile an der Herrschaft
Im Rahmen der saarländischen Gebiets- und Verwaltungsreform wurden zum 1. Januar 1974 die bis dahin eigenständigen elf Gemeinden Aschbach, Dörsdorf, Eidenborn, Falscheid, Gresaubach, Knorscheid, Landsweiler bei Lebach, Lebach, Niedersaubach, Steinbach und Thalexweiler zu einer neuen Gemeinde unter dem Namen Lebach zusammengeschlossen.

Die Stadtteile von Lebach

Aschbach Eidenborn Gresaubach Landsweiler Thalexweiler
Dörsdorf Falscheid Knorscheid Niedersaubach Steinbach

Aschbach
Aschbach ist ein Stadtteil von Lebach und liegt im Herzen des Saarlandes, dem kleinsten Flächenbundesland Deutschlands.
Blättche
Dörsdorf
Dörsdorf ist mit einer Höhenlage von 400 bis 430 m der höchstgelegene Stadtteil Lebachs und der höchstgelegene und zugleich nördlichste Ort des Kreises Saarlouis.

Die Bergkuppen, die das Dorf umgeben, haben eine Höhe von 440 bis 480 m. Von ihrem vulkanischen Ursprung zeugen die Melaphyrrauschen in den Wäldern auf ihren Abhängen, die ehemaligen Melaphyrsteinbrüche auf der Höhe der “Starz” und das Naturdenkmal “Krummer Stein”, in Dörsdorf „Käppchi“ genannt. Das Naturschutzgebiet “Steinbachaue bei Dörsdorf”, die Dörsdorfer nennen den Bach “Waldbach”, zeichnet sich durch eine Vielzahl seltener Pflanzenarten aus. Der Blick von Süden auf Steinbach im Tal und darüber Dörsdorf auf der Höhe gehört sicher zu den reizvollsten Landschaftsansichten im Saarland. Der Dörsdorfer Bann gehört zum Naturpark Saar - Hunsrück.

Der Dörsdorfer Rundwanderweg führt vom Dorfplatz in der Ortsmitte aus auf einer Strecke von ca. 5 km durch kleine Wälder und offene Parklandschaft rund um das Dorf. Fast steigungslos, eignet er sich besonders auch für Wanderer, die auf Herz und Kreislauf Rücksicht nehmen müssen. Nahe des Rundwanderweges liegen die Aussichtspunkte “Belz”, “Starz”, “Schützenhaus” und “Krummer Stein”.

Der mundartliche Name “Däächderch” entspricht der auf alten Karten zu findenden Bezeichnung “Dersters” und ist sicher annähernd die ursprüngliche Form des Ortsnamens. Erste schriftliche Zeugnisse liegen aus dem 13. Jahrhundert vor. Zu vermuten ist jedoch, dass die Anfänge der Siedlung in die keltisch - römische Zeit zurückreichen. Brandgräberfunde in der Deckschicht der “Starz” und der nachgewiesene Standort einer ehemaligen Villa Rustica in der Nähe des Dorfes in der Gewanne „Röberwiese“ weisen darauf hin, dass in landschaftlich beherrschender Höhenlage und in der Nähe einer Römerstraße sehr früh Siedlungsanfänge bestanden. Alte römische Ackerbauterrassen finden sich auf dem Südostabhang der “Schnau”. Bis kurz vor der Französischen Revolution zu Lothringen gehörend, lag Dörsdorf direkt an der Grenze zu Kurtrier. Ab dem 15. Jahrhundert waren die meisten Familien “Leute” der Herrschaft Dillingen/Braubach und danach der Herrschaft Sötern/Dagstuhl. Pfarrlich gehörte Dörsdorf bis 1913 zu Thalexweiler, ab dann zu Steinbach. Es besitzt jedoch seit 1964 eine eigene Filialkirche “Maria Königin”.

Das heutige Dörsdorf mit ca. 1400 Einwohnern entstand aus dem Zusammenwachsen des alten Bauerndorfes “Däächderch”, das z. B. um 1740 nur 17 Häuser zählte, und einer ab 1820 entstandenen Ansiedlung vermutlich ehemaliger Beschäftigter der zum Erliegen gekommenen Eisenindustrie des vorderen Hochwaldes, denen die damalige Gemeinde Dörsdorf Gemeindeland am Südosthang der “Starz” als Baugelände zur Verfügung stellte und damit eine neue Heimat ermöglichte. Eine sehr rege Bautätigkeit nach dem 2. Weltkrieg verdoppelte zwischen 1945 und 1997 die Einwohnerzahl. Ermöglicht wurde das neben der Schaffung kleinerer Neubaugebiete durch die Erschließung des großen Wohngebietes „Niederwiese“ in guter Wohnlage am sonnigen Südhang der „Starz“.

Durch die Gebiets- und Verwaltungsreform von 1974 wurde Dörsdorf, bis dahin zum Kreis Ottweiler und dem Amtsbezirk Eppelborn gehörend, Ortsteil der Gemeinde (nun Stadt) Lebach und damit in den Landkreis Saarlouis eingegliedert. Die örtliche Infrastruktur kann als vergleichsweise befriedigend bezeichnet werden: Ein Lebensmittelgeschäft, eine Bäckereifiliale,  eine Arztpraxis, eine Bankfiliale, drei Gasthäuser und mehrere Handwerksbetriebe genügen zumindest den wichtigsten Bedürfnissen der Bewohner; Kindergarten, ehemalige Grundschule und Mehrzweckhalle bilden baulich ein gut funktionierendes Ensemble; mehrere Vereine besitzen eigene Vereinshäuser oder Vereinsräume. 15 Vereine entfalten ein reges dörfliches Vereinsleben und bieten auch der Jugend vielfältige sportliche und auch musikalische Betätigungsmöglichkeiten.

Zwei große Feste sind zur Tradition geworden und erfreuen sich ständig steigender Beliebtheit: das Hexen- und Maifest des Obst- und Gartenbauvereins am 30. April und 1. Mai und das Dörsdorfer Höhenfest, ein Dorffest, das am dritten Wochenende im August von zehn Vereinen unter dem Motto „Schmatz on Schwatz om Däächder Platz“ auf dem Dorfplatz veranstaltet wird. Die Kirmes (Kirchweihfest) feiern die Dörsdorfer am 1. Wochenende im Juni, ebenfalls auf dem Platz in Dorfmitte. Ihre Attraktivität hat erheblich zugenommen, seitdem sie vom Musikverein und dem jeweiligen Ziehungsjahrgang mit einem bunten Programm eröffnet und beschlossen wird.

Bernhard Scholl

quelle: Dörsdorf.de


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Eidenborn
ist ein Stadtteil von Lebach im Landkreis Saarlouis im Saarland. Bis Ende 1973 war Eidenborn eine eigenständige Gemeinde.

Eidenborn liegt nahe am Mittelpunkt des Saarlandes (ca. 2 km entfernt in Falscheid). 

Im Rahmen der saarländischen Gebiets- und Verwaltungsreform wurde zum 1. Januar. 1974 die bis dahin eigenständige Gemeinde Eidenborn der damals neu gebildeten Gemeinde Lebach zugeordnet.
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"Humpel"
Falscheid
ist ein Stadtteil von Lebach im Landkreis Saarlouis im Saarland. Bis Ende 1973 war Falscheid eine eigenständige Gemeinde.

In Falscheid liegt der offizielle Mittelpunkt des Saarlandes (bei 49° 22,6290′ nördlicher Breite, 6° 52,7027′ östlicher Länge). Bei der feierlichen Einweihung wurde der Punkt mit einem Stein und einer Metalltafel markiert.

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Sportclub
Gresaubach
ist ein Stadtteil von Lebach im Landkreis Saarlouis im Saarland. Bis 1973 war Gresaubach eine eigenständige Gemeinde.Nahezu im geographischen Zentrum des Saarlandes liegt das Dorf Gresaubach. Obwohl die Region stark landwirtschaftlich geprägt ist, waren bis Ende der 1990er ein Großteil der Beschäftigten in der saarländischen Montanindustrie und im Bergbau tätig. Der Strukturwandel in jüngerer Zeit verlagert das Berufsbild hier wie in den benachbarten Gemeinden immer mehr in den Dienstleistungs- und Servicebereich.
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Sportclub
Knorscheid
ist der am westlichsten liegende Stadtteil von Lebach im Landkreis Saarlouis (Saarland). Er hat rund 350 Einwohner auf einer Fläche von 4,98 km² und besteht aus den beiden Ortsteilen Knorscheid und Hoxberg. Bis Ende 1973 war Knorscheid eine eigenständige Gemeinde.

Die Geschichte von Knorscheid geht vermutlich bis in die Römerzeit zurück, der erste Beleg für das Bestehen des Ortes ist um 950 nach Christus datiert, wo es als Pfarrei erwähnt ist, deren Gläubige eine Wallfahrt zum Kirchweihfest zu Ehren des Heiligen Lutwinus nach Mettlach unternehmen müssen. Knorscheid gehörte dann im Mittelalter bis in Napoleonische Zeit zur Herrschaft Nassau-Saarbrücken. Auf dem Hoxberg wurde von 1813 bis 1814 in Napoleonischer Zeit eine Station für die Optische Telegrafenlinie Metz–Mainz eingerichtet. Von 1815 bis 1920 gehörte es zur Preußischen Rheinprovinz, von 1920 bis 1935 zum französisch verwalteten Saargebiet, von 1935 bis 1945 im Saarland zum Deutschen Reich, von 1945 bis 1956 wurde es französisch verwaltet und gehört seit 1957 zur Bundesrepublik Deutschland.

Im Rahmen der saarländischen Gebiets- und Verwaltungsreform wurde zum 1. Januar 1974 die bis dahin eigenständige Gemeinde Knorscheid der damals neu gebildeten Gemeinde
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Landsweiler
ist ein Stadtteil von Lebach im Landkreis Saarlouis im Saarland. Bis Ende 1973 war „Landsweiler bei Lebach“ eine eigenständige Gemeinde.

Landsweiler gehörte laut einer Urkunde von 1614 zusammen mit Lebach und Niedersaubach zu einer so genannten Vierherrschaft. Jeweils zwei Siebtel Anteile der Rechte auf Marktbetreibung und Abgaben hielten Kurtrier, das Herzogtum Lothringen (ab 1787 dann das Herzogtum Zweibrücken) und die Herren von Hagen; ein Siebtel gehörte der Äbtissin von Fraulautern.

Im Rahmen der saarländischen Gebiets- und Verwaltungsreform wurde zum 1. Januar. 1974 die bis dahin eigenständige Gemeinde „Landsweiler bei Lebach“ der damals neu gebildeten Gemeinde Lebach zugeordnet.

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Niedersaubach
Thalexweiler
ist ein Stadtteil von Lebach im Landkreis Saarlouis im Saarland. Bis Ende 1973 war Thalexweiler eine eigenständige Gemeinde.

Die Sozialstruktur war in der Vergangenheit im Wesentlichen durch die Landwirtschaft und die Montanindustrie geprägt. Bis in die 1970er Jahre war die Landwirtschaft im Nebenerwerb prägend für das Dorfgeschehen. Der enorme Strukturwandel in der Montanindustrie hatte in den letzten Jahrzehnten auch zur Folge, dass viele junge Leute das Dorf verlassen haben um – oft auch außerhalb des Saarlandes – ihren Lebensmittelpunkt zu finden.

1902/03 suchte eine Typhusepidemie den Ort heim, die wohl insbesondere über das Gasthaus Linnebach verbreitet wurde.

Im Rahmen der saarländischen Gebiets- und Verwaltungsreform wurde zum 1. Januar. 1974 die bis dahin eigenständige Gemeinde Thalexweiler der damals neu gebildeten Gemeinde Lebach zugeordnet. Der letzte Bürgermeister war Helmut Schneider.

Am 8. August 1979 stürzte ein US-Kampfjet vom Typ Phantom aus Spangdahlem in die Ortschaft. Trotz der massiven Schäden wurden nur neun Personen leicht verletzt
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Steinbach

Steinbach ist ursprünglich aus zwei Dörfern, Ober- und Niedersteinbach, entstanden. Die Entstehung wird auf die Zeit zwischen dem 9. und 13. Jahrhundert zurückgeführt. Schon um das Jahr 1000 gehörten Steynback inferior und Steynback superior zur Pfarrei Echeswyler (Thalexweiler) mit Dessdorf (Dörsdorf) und Aspach (Aschbach).
Die Pfarrei unterstand politisch dem Herzogtum Lothringen im Oberamt Schaumburg. Diese Abhängigkeit dauerte bis zur franz. Revolution, wobei zu dieser Zeit auch der Zusammenschluss der beiden Dörfer zu einer Gemeinde stattfand. Steinbach hatte im Jahre 1789 genau 244 Einwohner in 49 Familien.

Seinerzeit wurde an einigen Stellen des Gemeindegebietes Eisenerz gegraben, das in Schmelz-Bettingen weiterverarbeitet wurde. Die Steinbacher Erzgruben gehörten geologisch zum Südflügel der sogenannten Rotliegenden Mulde.

Ausweislich archäologischer Funde war der Steinbacher Bann bereits zu früheren Epochen besiedelt; u.a. wurden Bronzeringe, Steinbeile, Gräber aus der La Tenè Zeit sowie Münzen gefunden.

(Auszug aus der Steinbacher Ortschronik von Martin Holz, veröffentlicht in der Festschrift zum Heimat- und Trachtenfest im Jahre 1955)

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